WER WIR SIND
UND WIE ALLES BEGANN
Mein Name ist Burkhard Hein. Zusammen mit Cathrin und Michael Schäffler, die seit 2023 als selbst betroffene Eltern äußerst engagiert dabei sind, treibe ich dieses ständig wachsende Herzensprojekt unermüdlich voran. Der Fall eines an Leukämie erkrankten kleinen Mädchens und die Suche nach einem geeigneten Stammzellenspender hier in der Nähe waren Ende 2016 für mich persönlich als Vater einer damals 6-jährigen Tochter der Auslöser für alles, was dann folgte.
2017 – Die Idee
Immer konkreter wurde schon bald die Idee, im Sportlernetzwerk STRAVA ein sportliches Spendenprojekt aufzubauen. Die Initiative KILOMETER FÜR KINDER war geboren.
Ein paar Monate später
Als Spendenempfänger wurde zunächst allein die Deutsche Kinderkrebsstiftung gewählt, hier sollten bis Ende 2023 rund 600.000 Euro Spenden durch die Initiative ankommen.
2018 bis 2020
Die Bewegung für die gute und wichtige Sache wuchs stetig weiter. Nach Ausbruch der Corona-Pandemie waren Hobbysportler und Profis völlig beschäftigungslos, da alle Rennen und auch Veranstaltungen im Breitensport gecancelt wurden. Ein Anlass, auf den Social Media – Plattformen die erste KILOMETER FÜR KINDER – Challenge auszurufen. Die Resonanz war riesig.
2020 bis 2022
Es wurde immer schwieriger, den wachsenden Aufwand nebenberuflich noch zu leisten. Die ehrenamtliche und unbezahlte Arbeit – Social Media, Kontaktpflege, Beantwortung von Anfragen, Einladungen aus ganz Deutschland und darüber hinaus – belief sich nun schon im Schnitt auf mehrere Stunden täglich neben dem regulären Job. Gespräche mit den Verantwortlichen der Deutschen Kinderkrebsstiftung brachten leider keine Unterstützung.
In Laufe der Jahre waren viele Kontakte zu kleineren, meist ehrenamtlich tätigen Vereinen zur Hilfe schwerkranker Kinder und auch zu betroffenen Eltern entstanden. Der Plan einer unkonventionellen sportlich – gemeinnützigen Förderorganisation nahm konkrete Formen an.
Das Jahr 2023
Eine achttägige Rennrad – Tour durch Deutschland führte zum Entschluss. Es gab viele Einladungen, Treffen und sehr wertvolle Gespräche mit selbst betroffenen Eltern entlang der kompletten Route durch die Regionen Mittel- Süd- und Ostdeutschlands. In Augsburg traf ich Cathrin und Michael Schäffler, die ihren Sohn Mario auf erschütternde Weise verloren haben. Ein unglaublich herzliches und prägendes Aufeinandertreffen. Es ist eine nachhaltige Freundschaft entstanden, Cathrin und Michael gehören fest zum Team von netzwerk.SOZIAL und der Initiative KILOMETER FÜR KINDER und treiben das Projekt mit ganz viel Leidenschaft voran. Die Geschichte, die sich hinter diesem herzlichen Engagement verbirgt, können nur die Beiden selbst erzählen.

Cathrin & Michael mit Mario im Herzen ❤️
„Nichts ist mehr so, wie es einmal war“

Wer wir waren: Wir waren stolze und glückliche Eltern eines tollen und liebevollen Jungen. Mario war unser einziges Kind, unser absoluter Sonnenschein und mit seinen 7 Jahren gerade dabei, die große weite Welt zu entdecken! Doch dann schlug das Schicksal knallhart zu… Was mit Kopfschmerzen und leichtem Schwindel begann, endete in der Diagnose DIPG, einem unheilbaren kindlichen Gehirntumor ohne jegliche Aussicht auf ein Überleben. „Schaffen Sie noch einige schöne Momente“ war die Aussage der Ärzte! Nichts konnte diese abscheuliche und menschenunwürdige Krankheit aufhalten, innerhalb weniger Monate wurden unserem Sohn Mario auf grausamste Art und Weise alle Fähigkeiten genommen und er ist zwei Tage vor Weihnachten (seinem Lieblingsfest) für immer in unseren Armen eingeschlafen.
Wer wir nun sind: Wir sind immer noch Eltern, unseren Sohn Mario tragen wir voller Stolz im Herzen!! Glücklich sein ist jedoch sehr schwer geworden. Man steht direkt am Abgrund, alles andere wäre gelogen! Springen oder Weitermachen?? Wir haben uns dazu entschieden zu kämpfen, für einen Weg zurück ins Leben und für die vielen kleinen & unschuldigen kranken Kinder und ihre Familien! Mario hat uns während seiner Erkrankung gezeigt, was „stark sein“ bedeutet – jetzt ist es an uns, es ihm gleichzutun, sonst wären all seine Anstrengungen und seine Tapferkeit umsonst gewesen. Der Sport, vor allem das Radfahren war vorher „nur“ ein Hobby, inzwischen bedeutet es so viel mehr für uns! KILOMETER FÜR KINDER gibt uns die Möglichkeit, tagtäglich für die tapferen kleinen Heldinnen und Helden zu kämpfen und ihnen dadurch Hoffnung und eine Chance zu geben, die unser Sohn leider nicht hatte. Die Freude am Sport mit der Hilfe für schwerkranke Kinder zu verbinden, dafür steht KILOMETER FÜR KINDER (KfK) und ist deshalb zu unserem absoluten Herzensprojekt geworden. Viele der tollen Menschen, die diese Initiative unterstützen sind inzwischen echte Freunde geworden und ermöglichen uns sogar immer wieder die so verdammt wichtigen „Momente des Glücks“ in einem extrem herausfordernd gewordenen Leben! Auch ihr könnt mit jedem Kilometer, egal ob auf dem Rad, zu Fuß oder im Wasser Gutes tun!
Mai 2024
Die Bestätigung der Gemeinnützigkeit durch die Behörden erfolgte nach Vorlage der Satzung von netzwerk.SOZIAL rasch. Der Gründung dieser unabhängigen gemeinnützigen Organisation stand nichts mehr im Wege – eine sportlich basierte Fördergesellschaft, die erzeugte Spendengelder an eine wachsende Anzahl kleinerer, meist ehrenamtlich tätiger Projekte und Vereine zugunsten schwer erkrankter Kinder aus ganz Deutschland ausschüttet. Und das ist nicht nur das Projekt von Dreien, es ist das Projekt von Tausenden.
Das Netzwerk für die gute Sache wächst stetig, es wurde schon sehr viel erreicht. Also machen wir immer weiter!
Interviews im Podcast und Video
CATHRIN UND MICHAEL IM STUDIOTALK
Ein Gespräch mit Cathrin und Michael über den Verlust von Mario, die Bedeutung des Radsports bei der Verarbeitung des Unfassbaren und über KILOMETER FÜR KINDER, sowie die Ziele von netzwerk.SOZIAL.

